top of page
Stapel Bücher

Salon

Bücher und Notizbücher

Der nächste philosophische Salon findet statt am

Mittwoch,
9. September,
19 Uhr

Eschersheimer Str. 19 12099 Berlin
Michael Krieger

Verlorene Zukunft

Haben wir die Fähigkeit verloren, an eine gute Zukunft zu glauben?

Lange Zeit waren Vorstellungen von einer besseren Zukunft selbstverständlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Technischer Fortschritt, politische Reformen und wirtschaftliche Entwicklung schienen den Horizont ständig zu erweitern. Heute hingegen prägen Krisenmeldungen, Unsicherheiten und das Gefühl permanenter Überforderung viele öffentliche Debatten. Die Zukunft erscheint oft weniger als Verheißung denn als Risiko.

Gleichzeitig haben Menschen nie aufgehört, von einer anderen Welt zu träumen. Auch dort, wo große gesellschaftliche Utopien verblassen, entstehen neue Vorstellungen eines gelingenden Lebens: in Gemeinschaften, sozialen Bewegungen, Unternehmen oder im Privaten. Doch worin unterscheiden sich Hoffnung und Illusion? Brauchen wir gemeinsame Zukunftsbilder, um als Gesellschaft handlungsfähig zu bleiben? Oder sind große Utopien eher gefährlich, weil sie die Wirklichkeit ihren Vorstellungen unterwerfen wollen?

Im kommenden Salon am Mittwoch, den 9. September 2026, 19-21 Uhr möchten wir gemeinsam darüber nachdenken, ob unsere Zeit tatsächlich an Zukunftsvertrauen verloren hat oder ob wir lediglich nach neuen Formen der Hoffnung suchen. Was erwarten wir von der Zukunft? Welche Zukunft wünschen wir uns? Und was geschieht mit einer Gesellschaft, die aufhört, sich eine bessere Welt vorzustellen?

Wenn du beim kommenden Salon mit dabei sein willst, dann bewirb dich über das folgende Formular.

Über mich

Urteil

Wendeltreppe

Urteilen heißt, ohne Geländer denken.
Hannah Arendt

Was ist ein Urteil?

Ein Urteil ist keine bloße Feststellung von Tatsachen. Urteilen bedeutet, die Welt zu ordnen, Unterschiede zu setzen und Bedeutung zu erzeugen. Wer urteilt, antwortet auf die Frage: »Wie ist das, was ich wahrnehme, zu verstehen?« Aus konstruktivistischer Sicht sind Urteile daher nicht die Entdeckung einer objektiven Wirklichkeit, sondern die Hervorbringung einer bestimmten Sicht auf Wirklichkeit. Jedes Urteil ist perspektivisch und bleibt prinzipiell korrigierbar.

Urteile entstehen nie im luftleeren Raum. Sie werden von Sprache, Erfahrungen, kulturellen Prägungen und gesellschaftlichen Diskursen geformt. Deshalb ist Urteilen immer auch ein sozialer Vorgang. Menschen urteilen miteinander, gegeneinander und übereinander. Das eigene Urteil gewinnt an Tiefe, wenn es sich mit anderen Urteilen konfrontiert sieht. Der Dialog wird so zum Prüfstein der eigenen Perspektive.

Als politisches Wesen urteilt der Mensch nicht nur über private Angelegenheiten, sondern über das gemeinsame Leben. Urteilskraft bedeutet dann die Fähigkeit, unterschiedliche Standpunkte wahrzunehmen, abzuwägen und Verantwortung für die eigenen Bewertungen zu übernehmen. Ein gutes Urteil erhebt keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit, sondern auf Begründbarkeit. Es bleibt offen für Widerspruch und Revision.

Über mich

Utopie

Kartennavigationsaktivität

Eine karte der Welt, auf der Utopia nicht verzeichnet ist, verdient keinen Blick.
Oscar Wilde

Was ist eine
Utopie?

Eine Utopie ist die Fähigkeit, sich vorzustellen, dass die Welt auch anders sein könnte ohne gleich einen fertigen Bauplan vorzulegen. Utopien öffnen einen Raum der Möglichkeiten jenseits dessen, was gegenwärtig als selbstverständlich gilt. Sie stellen die Frage: »Wie würden wir leben wollen, wenn wir die Gelegenheit hätten, neu zu beginnen?«

Utopien sind keine Vorhersagen der Zukunft. Sie sind Entwürfe, die Orientierung geben und zum Nachdenken anregen. Indem sie ein anderes Bild des Zusammenlebens zeichnen, machen sie sichtbar, was in der Gegenwart verändert werden könnte. Gerade weil sie noch nicht existieren, können sie Bestehendes infrage stellen und neue Horizonte eröffnen.

Für den Menschen als politisches Wesen ist die Utopie Ausdruck gemeinsamer Vorstellungskraft. Sie lädt dazu ein, über bessere Formen des Zusammenlebens nachzudenken und diese gemeinsam zu erproben. Ihr Wert liegt nicht darin, dass sie vollständig verwirklicht wird, sondern darin, dass sie Bewegung erzeugt. Utopien erinnern uns daran, dass Gesellschaft kein unveränderliches Schicksal ist, sondern ein fortwährender Prozess menschlicher Gestaltung.

Über mich

Nächster Salon

Der Tod des Sokrates

Der nächste philosophische Salon findet statt am

Mittwoch,
9. September,
19 Uhr

Eschersheimer Str. 19 12099 Berlin
Michael Krieger

Verlorene Zukunft

Wenn du beim kommenden Salon mit dabei sein willst, dann kannst du dich hierfür bewerben. Es können maximal 14 Personen an dem Salon teilnehmen. Bei mehr als 14 Bewerbungen findet eine kuratierte Auswahl statt. Die Möglichkeit zur Bewerbung endet 7 Tage vor dem Salon.

Über mich
Impressum

Michael Krieger

Eschersheimer Str. 19

12099 Berlin

bottom of page